Mängel derzeitiger Rettungskonzepte der Politik und eine Vision für Europa

(ein längerer Artikel!)

Über den Euro und dessen Rettung ist in letzter Zeit viel geschrieben worden. Auffallend  ist die scheinbare Unversöhnlichkeit einer Kalkulation der finanziellen Tragfähigkeit der  Retter, die weitere Rettungen zu verbieten scheint, mit dem politischen Argument der  Sicherung des europäischen Friedens, das weitere Rettungen unbedingt zu fordern scheint. Zuletzt jedoch konnte man Hoffnung bekommen: Aufrufe zu Kreativität wurden laut (1), sinnvolle Vergleiche mit den 30er Jahren traten auf (2). Dieser Artikel folgt dem Aufruf zur Kreativität und zeigt zunächst, wieso man zumindest aus Sicht eines Finanzbuchhalters der rettenden Länder besorgt sein muss über die Dimensionen der stattfindenden und bereits in Diskussion befindlichen Rettungen. Er zeige danach, dass eine Lösung der Schuldenkrise auf eine Art, die nach historischen Maßstäben die Risiken der Schuldenkrise für Wohlstand, Stabilität und Frieden minimiert, durchaus möglich ist.

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Links zur Eurokrise

Ein paar Links zu Meinungen und Fakten zur Eurorettung

Roubini: Eurozone zerbricht
Weltwoche: Euro ist Konstruktionsfehler
Spiegel beerdigt Euro
Euro hat Inflation nicht angeglichen
Finanzministerium findet Eurorettung besorgniserregend

IWF: Saat für nächste Krise wurde gesät
Ökonomenfront gegen größeren Rettungsschirm
http://ftalphaville.ft.com/blog/2011/07/29/638071/terry-smith-says-the-world-is-living-in-a-fantasy/
http://ftalphaville.ft.com/blog/2011/07/20/627896/the-romans-always-copy-the-greeks-including-the-repo-market/
http://ftalphaville.ft.com/blog/2011/07/18/625146/even-more-greek-exposure-at-local-banks/
http://ftalphaville.ft.com/blog/2011/06/30/609776/that-greek-bank-risk-in-new-europe-continued/
http://ftalphaville.ft.com/blog/2011/06/17/597776/top-of-the-greek-bond-exposure-pops/
http://ftalphaville.ft.com/blog/2011/06/15/594571/french-exposure-to-greece-an-argentine-deja-vu/
http://ftalphaville.ft.com/blog/2011/01/11/454556/china-and-japan-to-the-rescue-but-with-saviours-like-these/
http://www.voxeu.org/index.php?q=node/6821
http://online.wsj.com/article/SB10001424053111903341404576479951926219690.html#mod=most_emailed_day_europe
http://www.wiwo.de/finanzen/bafin-sieht-sich-weitgehend-machtlos-475663/print/
http://www.nytimes.com/2011/08/03/business/global/pressure-builds-on-italy-and-spain-over-finances.html?hp
http://www.nakedcapitalism.com/2011/08/europe-plans-its-next-crisis.html
http://online.wsj.com/article/BT-CO-20110729-714614.html
http://www.wiwo.de/politik-weltwirtschaft/frankreich-faellt-als-stabilitaetsanker-aus-473423/2/
http://www.wiwo.de/politik-weltwirtschaft/die-lebensluegen-des-euro-475574/

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Unterricht

über das Leben in Berlin und Internetphilosophie

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Französischer Schrott

Französische Anleihen sind gemäß den Versicherungskosten auf den Derivatemärkten nunmehr beinahe Junk und risikoreicher als solche von z.B. Thailand oder Südkorea. Man beachte auch, wie sehr die Prämien für die Absicherung deutscher Anleihen gestiegen sind seitdem der Kern Europas als Lender of Last Resort für die gesamte EU auftritt. Prost, Europa!

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Barock! Auto! Deutsch!

Eine neue Firma, die das deutsche Wirtschaftsmodell wie keine andere symbolisiert: Die Graf Weckerle Imperialwagen Manufaktur. Produziert wird unter anderem dies und findet reisenden Absatz bei reichen Russen und Asiaten.

Wir leben -zumindest dem Zeitgeit und Lebensgefühl der Eliten und Armen in den grössten Teilen der Welt nach- wieder im Barock oder wahlweise in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Und ausgerechnet das Land, in dem Gleichheit wie kaum sonst wo geschätzt wird, ist Spezialist in der Fertigung von Produkten, die den wiedergekehrten überhöhten Statusdifferenzen Ausdruck verleihen, dabei diese Differenzen grotesk zum Ausdruck bringend. Typisch deutsch? Das ist, wenn der Graf Weckerle Facharbeiter bei Aldi die Zutaten für seinen Arbeitssnack einkauft und durch seinen Billigurlaub jene Unterschichten finanziert, deren Oberschichten die von ihm produzieten Produkte kaufen und ihre Unterschichten dabei verhungern lassen würden.

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Anlage in 2011

Anleihen in Euro, US-Dollar und Yen: nicht kaufen, Kommentar erübrigt sich.
Anleihen in niedrigverschuldeten Ersteweltländern wie Kanada, Norwegen, Australien, Schweden: Sind bereits auf höchstständen – aber was sonst, sieht man von Investitionen in Emerging Markets ab, auf die man wohl kaum alles setzen möchte. Die einzige Antwort, die in den Sinn kommt, ist:
Gold. Das hat auch den weiteren schönen Vorteil, das es sich antizyklisch zu anderen Anlageklassen verhält, die leider heute als Zeugnis starker kurzfristiger politischer Eingriffe alle stärker als gewöhnlich korrelieren.
Nicht zu vergessen: Immobilien, vorzugsweise solche auf Immobilienmärkten, die von Blasen verschont blieben: sprich deutsche Immobilien.
Dazu Aktien, vorzugsweise von Unternehmen, die auch in der garantiert in nicht allzu ferner Zukunft kommenden nächsten Krise Gewinne abwerfen: Discounter, Wettanbieter und Betreiber von Spielhöllen, Pharma- und Nahrungshersteller fallen mir spontan ein.

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Schreibt und esst Schokolade

Wer sich schreibend mit negativen Gefühlen auseinandersetzt, tut seiner Psyche etwas gutes, finden wir im Spiegel . Daß es noch besser, ist, wenn man in Antwort von Leuten, die man mag, schöne Sachen gesagt bekommt, wird nicht erwähnt, sollte sich aber von selbst verstehen. Der Artikel bezeugt auch, daß positives Denken, wenn es, wie in der modernen Medizin, als Lehre und Verpflichtung daher kommt, kontraproduktiv sein kann. Anscheinend findet hier in den fortschrittlichsten Kreisen langsam ein Erkenntnisprozeß statt.

Passend dazu lesen wir in der New York Times, von einem Altersheim für Demenzkranke, das gemäß neuesten Forschungsergebnissen unbegrenzt Schokolade an seine Bewohner ausgibt – zur Linderung von Angst und schlechter Stimmung, da sie ausweislich sogar besser wirkt als Benzodiazepine.

Also Leute, esst Schokolade und schreibt Euch Euren Frust von der Seele. Und wenn ihr liebe Antworten bekommt (obwohl ihr zunehmt), dann wisst ihr, daß ihr wahre Freunde habt.

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